Geschichte des Vereins
Der Z-Bräu e.V. wurde 2016 gegründet. Sieben Bierbegeisterte suchten nach einem Ort für ihre Leidenschaft. Sie fanden ihn im Z-Bau, Nürnbergs Haus für Gegenwartskultur und erzählen ihre Geschichte so:
„Eigentlich ist alles ganz einfach erklärt und erzählt, was es mit dem Z-Bräu auf sich hat: Sieben Jungs, aufgewachsen in der Fränkischen, trinken leidenschaftlich gerne Bier und träumten beim Schafkopfen vom eigenen Gerstensaft. Biersieder hat dann keiner von uns gelernt und aus der Fränkischen sind wir auch weggegangen, jedoch hat es uns alle im Laufe der Zeit nach Nürnberg verschlagen und wir fingen wieder an Schafkopf zu spielen…das mit dem Brauen haben wir dann auch mal angefangen.
Kommt doch einfach vorbei als Brunskardder, Hobbysieder oder Biersommelier. Unsere kleine Nano-Brauerei steht allen offen. Immer, wenn das Jahr wieder kälter und die Tage kürzer werden, setzen wir einmal im Monat mit unserer alten Ziegenmilchkanne einen Sud an. Und das nicht im stillen Kellerlein, sondern mit allen, die Interessiert sind, sich dem Brauprozess einmal ganz unkonventionell zu widmen. Und vielleicht schmeckt´s ja am Ende sogar.„

Oben auf dem Foto die sieben sechs Gründer. Einer fehlt, der musste die Kamera bedienen.
Unten: alle siebene

Rede des Gründungsmitglieds Bene Wolff zum 10-jährigen Jubiläum
Beim Stärk‘ Antrinken am 5. Januar 2026 hat Bene auf die legendären Gründerzeiten zurückgeblickt:
Liebe Festgemeinde,
hey 10 Jahre Z-Bräu und wir feiern unser Stärke-Antrinken zum ersten Mal hier im großen Saal. Ich erinnere mich: das alles hier [er meint den Z-Bau] war 2013 noch echt ganz schön runtergekommen. Und heute boah… was für eine Venue!
Ich möchte euch in den kommenden 10 Minuten was vom Größenwahn erzählen, der uns mal kurz heimgesucht hat, als wir hier zum ersten Mal durchgelaufen sind. Da war die Idee: Eine Brauerei direkt hinter die Bühne zu bauen und drei 5-Hektoliter-Tanks mit Standleitungen ins ganz Haus. Bier von Punks für Punks, bei drei Akkord-Musik, Pogo und viel Techno-Bass gereift und direkt aus dem Tank ins Glas.
Und hey sollte jemand von euch 4 Millionen heute übrig haben, dann können wir das immer noch machen. Denn an denen ist unser Projekt nämlich gescheitert!
Also stiegen wir 2014 nicht groß ins Biergeschäft ein, aber jedes Mal wenn wir uns zum Schafkopfen getroffen haben, geisterte die Idee, selber Bier zu machen, weiter so in unseren Köpfen herum. Zum Glück hatten wir damals Martin Guni kennengelernt, der uns nirgendwo anders als Kulmbach in einem versteckten Keller in die Kunst des Biersiedens einführte. Als dann ein schon fest eingeplanter Mieter im Z-Bau absagte, kam dann nochmal die Idee auf, hier die kleinste Kommun-Bräu Nürnbergs zu eröffnen. Wir haben dann eine alte Ziegenmilchkanne mit 190l umgeschweisst und einen einen 200l Milchtank zum Läuterbottich umgebaut. Einen Nassraum gefliest. Wasser verlegt usw. Ja und ihr heute trinkt immer noch das Bier aus diesem altem „Ziegenmilchkännla“
Anfangen hats alles mit einem Verein von 7 Schafkopfern, die echt kein gutes Bier hingebracht haben und dann aber nach über einem Jahr zu Chris‘ Geburtstag das erste kaltgehopfte Kellerpilz!!! Es war eine Offenbarung und plötzlich schmeckte die „Brüh“ einfach saulecker. Wir haben uns am Bock versucht und an unserem ersten Stärk-Antrinken. 150L Bockbier und dazu Kraftbrühe direkt aus dem Sudkessel gezapft. War eine herrliche Sauerei aber auch schon ’n bisschen geil 100l Suppe mit verschieden Einlagen aus dem Braukessel vor Ort auszuschenken.
Achja apropos Sauerei. Es gab diesen einen Moment, als wir beschlossen, mehrere Sorten Bier für den 6. Januar zu brauen. Beim ersten Mal waren wir bereits um 14.30 Uhr leergetrunken. Mein Fachgebiet und Signature-Bier war das sogenannte Sauna-WeiZen. Ein leichtes sehr spritziges Weizen mit viel Banane und Arianahopfen. Mit ganz viel Liebe gebraut. Leider mussten wir es zum Nachgären in den Keller fahren.
Wer unsere Brauerei kennt weiß, dass die am ganz anderen Ende des Z-Baus liegt. Die Kühlkammern vom Z-Bau aber hier unter der Erde. Das heisst ein 200l Tank feinster Stoff muss einmal komplett durch das ganze Haus. Auch durch den frisch von verschiedenen Künstlerkollektiven gestalteten Backstagebereich.
Es war nur eine kleine Kante am Aufzug, die brachte den Gärtank in Richtung Backstagegang zu Fall. Und perlendes Bier ergoss sich in Richtung der neu gestalteten Zimmer und frisch gestrichenen Wänden. 6 Stunden haben wir gewischt, geflucht und gebangt, der Steffen möge in dieser Nacht nicht mehr in den Z-Bau kommen.
Zum Glück gab und gibte es noch Stefan Streetz von Schanzenbräu der uns mit etwas Bier ausgeholfen hat und den Felix von Orca Bräu. An die beiden möchte ich an dieser Stelle mal ein ganz ganz großes Danke sagen möchte. Ohne euere Unterstützung gäbe es unser Z-Bräu Kommunbräu-Kollektiv nicht mehr. Lieber Stefan, lieber, Felix ein ehrliches „Vergelts Gott an euch!“ Danke!“
Ach und wenn wir schon bei den herausragende Menschen unser Geschichte sind, dann dürfen wir einen natürlich auch nicht vergessen: Christian Honig. Er hatte in unseren Räumen das wahre gute Bier gebraut und sogar als Eigenmarke auf den Markt gebracht. Von 2016-2023 blubberten 500l Kessel in unseren Mini-Räumen und er holte mit Pale-Ale und Comet alles aus diesen kleine Räumlichkeiten raus, was geht. Heute ist sind seine Braukünste bei Reifkraft in Egersdorf zu bewundern.
Naja bei unserem ersten Stärke-Antrinken waren wir schneller leergetrunken als uns lieb war. Heute haben wir knapp 20 verschiedene Biere 12 davon von uns und 7 von unseren Freunden macht insgesamt 22 Hektoliter Bier. Die Sieben Dödel, die damals diesen Verein gegründet haben, freuen sich sehr dass ihr alle hier seid und uns so intensiv unterstützt.
Aber noch mehr Freude bereitet es uns, dass es mit es mit dem Verein weitergeht, denn es haben sich mittlerweile soviel mehr Menschen hier mit eingebracht: Erwin, Felix, Michl, Stefan, Joe, Udo, Chris, Dirk, Olaf, Michael, Fritz, Simon, Michael, Christian, Jens, Fabian, Jürgen, Matthias, Stefan, Andi, Robz, Ace, Chris und Domi.
Zum Abschluss möchte ich euch heute um einen ganz großen Applaus für diese Personen bitten, danke das es euch gibt ihr diesen Tag möglich macht!
* * * * *
